Schutz des Trinkwassers bei der Erwärmung fängt schon bei der Planung an

Wärmetauscher sind technische Bauelemente, mit denen sich Kreisläufe wärmetechnisch unter­einander verbinden lassen, die mit verschiedenen Betriebsmitteln und bei verschiedenen Betriebs­drücken betrieben werden, ohne dass es zum Druckausgleich und zu einer Vermischung kommt. Ihre Aufgabe ist es, Stoffströme auf die benötigte Temperatur aufzuheizen oder abzukühlen.

Plattenwärmetauscher bestehen aus geprägten Edelstahl­platten, die mit Kupfer oder Nickel im Vakuumlötverfahren zusammengelötet werden. Sie werden wegen ihrer hohen Wärmeübertragungsleistungen bei zugleich kompakter Bauweise u.a. in der Hausinstallation eingesetzt und zeich­nen sich durch einen geringen Platzbedarf sowie durch geringe Investitions- und Betriebskosten aus.

Als verantwortliche Behörde legt das Umweltbundesamt Empfehlungen und Richtlinien fest, in denen das Lebensmittel Wasser untersucht bzw. die Rahmenbedingungen für den Transport und die Lagerung festgelegt sind. Diese trinkwasserhygienischen Richtlinien legen u.a. auch fest, welche metallischen Werkstoffe geeignet sind.[1]

Nach der DIN 50930-6 darf Nickel in Rohrleitungen gar nicht mehr vorkommen. In Armaturen und Rohrverbindern sowie in Komponenten von Armaturen, Apparaten, Rohrverbindern, etc. mit Wasserbenetzung darf Nickel nur noch als unvermeidbarer Legierungsbestandteil von max. 3% enthalten sein.

Sehr hohe Konzentrationen von Nickel können Darmbeschwerden und möglicherweise sogar Hirnschäden auslösen. Solch hohe Konzentrationen kommen zwar äußerst selten vor. Trotzdem: Der durch die Trinkwasser-Verordnung vorgeschriebene Grenzwert für Nickel von 20 Mikrogramm pro Liter wird in fast jedem zehnten deutschen Haushalt überschritten[2].

Daher geben die Trinkwassernormen der EU und Deutschlands eine maximale Nickelkonzentration von 0,02 mg/l vor. Dieser Wert ist konsequenterweise in der aktuellen Trinkwasserverordnung vom November 2011 festgeschrieben worden.[3]

Aus diesem Grund setzt die Eisenwerk Wittigsthal GmbH bei Ihren Trinkwasser-stationen auf kupfergelötete Plattenwärmetauscher. Sind kupfergelötete Plattenwärmetauscher aufgrund der regionalen Wasserqualität (z.B. erhöhte elektrische Leitfähigkeit) nicht zu empfehlen, werden zur Vermei­dung von Korrosionsschäden Wärmetauscher in geschraubter oder edelstahl-geschweißter Ausführung eingesetzt. Weitere Informationen über verwendete Materialien in Wittigsthal-Produkten gibt Ihnen gern Herr Wiegand unter 03773/506-215 oder per Email r.wiegand@wittigsthal.de.

Damit auch in Zukunft die Reinheit des Trinkwassers gesichert ist, muss bei der Auswahl von Werkstoffen und Verbindungstechniken neben den örtlichen Erfahrungen (z.B. Wasserqualitäten) auch darauf geachtet werden, dass nur Produkte von Firmen zum Einsatz kommen, die den einschlägigen Produktnormen und Verordnungen (DIN, DVGW, etc.) entsprechen. Die ISO9001 zertifizierte Eisenwerk Wittigsthal GmbH geht hier keine Kompromisse ein und setzt das Wohl des Verbrauchers an die erste Stelle.

 

[1] Die Liste „Trinkwasserhygienisch geeignete metallene Werkstoffe“ kann unter http://www.umweltbundesamt.de/wasser/themen/downloads/trinkwasser/
liste_trinkwasserhygienisch_geeignete_metallene_werkstoffe.pdf

eingesehen werden.
[2] Quelle: http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=55889&key=standard_document_35644180&seite=2#titel3
[3] Die aktuellen Untersuchungen in Bezug auf den Nickeleintrag bei nickelgelöteten Wärmetauschern beim Umweltbundesamt sind bisher noch nicht abgeschlossen.

 

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01/2013 - HTD-Artikel - Plattenwärmetauscher